2026

Abenteuer Wochenende in Bremerhaven: Wohnmobil und Küstenwind

Unser Wochenende beginnt nicht mit dem Blick aufs Meer, sondern mit Vorfreude auf die Technik. Wir steuern das Gewerbegebiet im Fladengrund in Bremerhaven an. Bei Reisemobil Fiedler herrscht geschäftiges Treiben; hier riecht es nach Metall, Werkstatt und Abenteuer. Während die Profis sich um unser „Heiligtum“ kümmern – es gibt einen neuen Heckträger für unseren kleinen roten Flitzer – nutzen wir die Zeit für einen ersten Kaffee. Als wir das Wohnmobil schließlich übernehmen, fühlt es sich fast wie ein neues Fahrzeug an. Alles sitzt, wackelt nicht und hat keine Luft. Jetzt kann das Wochenende richtig losgehen.

Wir entscheiden uns, für die erste Nacht in Bremerhaven zu bleiben. Der Wohnmobilhafen am Schaufenster ist unser Ziel. Es ist schon ein besonderes Privileg, das Mobil abzustellen und in nur fünf Minuten zu Fuß mitten im historischen Fischereihafen zu stehen. Wir schlendern an den alten Packhallen vorbei, und der Duft von frisch geräuchertem Aal und Matjes zieht uns magisch an. Den Abend lassen wir rustikal bei einer Fischplatte ausklingen, während draußen der Wind die Masten der Museumsschiffe zum Klingen bringt.

Am Samstagmorgen zieht es uns in die Havenwelten. Bremerhaven zeigt sich hier von seiner modernen Seite. Wir lassen das Wohnmobil auf seinem Platz und spazieren zum Deutschen Auswandererhaus. Es ist ein bewegender Vormittag; wir tauchen tief in die Schicksale der Menschen ein, die genau von hier aus in die Neue Welt aufbrachen. Später stehen wir vor dem Klimahaus – diese geschwungene Glasfassade sieht im Mittagslicht fast aus wie ein gestrandetes Ufo. Wir gönnen uns noch einen Blick von der Aussichtsplattform SAIL City und sehen von oben, wie die riesigen Autotransporter im Hafen beladen werden. Was für Dimensionen!

Gegen Nachmittag werfen wir den Motor an. Es geht über die Weser, durch den Tunnel und einmal um den Jadebusen herum nach Wilhelmshaven. Die Fahrt ist entspannt, und das neue Fahrwerk von Fiedler macht sich auf den Landstraßen sofort bezahlt – das Schiff liegt deutlich ruhiger in der Kurve. In Wilhelmshaven steuern wir den Stellplatz an der Schleusenstraße an. Das „Fliegerdeck“ ist ein genialer Ort für uns Camper: direkt am Wasser, unkompliziert und mit diesem unbezahlbaren Blick auf den Jadebusen.

Der Sonntagmorgen beginnt mit dem obligatorischen Gang über die Kaiser-Wilhelm-Brücke. Der Wind pfeift hier ordentlich, aber genau das haben wir gesucht. Wir spazieren am Südstrand entlang, schauen den Kite-Surfern zu, die über das Wasser jagen, und machen einen Abstecher zum Marinemuseum. Einmal auf dem Deck eines Zerstörers zu stehen, ist der perfekte Kontrast zum gestrigen Museumsbesuch in Bremerhaven.

Bevor wir die Heimreise antreten, machen wir es uns noch einmal im Wohnmobil gemütlich, kochen uns einen Kaffee und blicken aus dem Fenster auf die Nordsee. Das neue Equipment von Fiedler ist verstaut, der Kopf ist voll mit maritimen Eindrücken und die Lunge voll mit frischer Seeluft. Ein erfolgreiches Wochenende geht zu Ende.