2025

Wien im Advent: Die schönsten Weihnachtsmärkte entdecken

Wien im Advent ist kein gewöhnlicher Städtetrip, es ist ein Sprung in eine Schneekugel aus kaiserlichem Kitsch und echtem Handwerk. Wenn der Duft von gebrannten Mandeln und Orangen-Ingwer-Punsch durch die prunkvollen Gassen zieht, verwandelt sich die Stadt in ein Lichtermeer.

1. Der Klassiker: Wiener Christkindlmarkt am Rathausplatz

Der Besuch beginnt meist dort, wo es am hellsten leuchtet. Das neugotische Rathaus dient als majestätische Kulisse für über 100 Stände.

  • Das Highlight: Der „Herzerlbaum“ im Rathauspark ist das ultimative Fotomotiv.
  • Action: Der „Wiener Eistraum“ bietet eine 3.000 m2 große Eislauflandschaft, die sich romantisch durch die beleuchteten Bäume des Parks schlängelt.
  • Vibe: Trubelig, international und ein bisschen magisch – ideal für den ersten Wow-Effekt.

2. Der Urige: Spittelberg & Freyung

Wer es enger und authentischer mag, verlässt die großen Plätze.

  • Spittelberg: In den schmalen Biedermeiergassen des 7. Bezirks findet man kein Plastik, sondern echtes Kunsthandwerk. Es ist eng, es ist wuselig, und man trinkt seinen Punsch direkt vor den Haustüren der Anwohner.
  • Freyung: Der „Altwiener Christkindlmarkt“ ist eine Institution seit 1772. Hier gibt es traditionelle Klosterarbeiten, handbemalte Glaskugeln und exzellente Bio-Schmankerl.

3. Der Alternative: Art Advent am Karlsplatz

Direkt vor der imposanten Karlskirche zeigt Wien sein kreatives Gesicht.

  • Bio-Garantie: Alle Gastronomiebetriebe hier sind bio-zertifiziert. Statt der üblichen Massenware gibt es hier ausgefallene Lederwaren, Schmuck und Holzkunst.
  • Für Kinder: Statt Karussells aus Plastik gibt es eine riesige Strohlandschaft, in der Kinder toben können, während die Eltern ein Glas Bio-Glühwein genießen.

4. Das Kaiserliche: Schloss Schönbrunn & Belvedere

Für das „Sisi-Feeling“ führt kein Weg an den Schlössern vorbei.

  • Schönbrunn: Der Markt im Ehrenhof des Schlosses ist weitläufig und elegant. Besonders zur blauen Stunde, wenn das Schloss in goldenes Licht getaucht wird, wirkt die Kulisse fast unwirklich schön.
  • Belvedere: Etwas ruhiger und intimer. Perfekt für einen romantischen Abendspaziergang vor der barocken Schlossfassade.

Wenn man denkt, der Wiener Advent bestünde nur aus barocker Stille und besinnlichem Handwerk, dann hat man den Prater vergessen. Hier schlägt das Herz der Stadt ein bisschen schneller, lauter und bunter.

Der Weihnachtsmarkt im Prater trägt den offiziellen Namen „Wintermarkt am Riesenradplatz“ und unterscheidet sich deutlich von den klassischen Märkten in der Innenstadt.

Der Wiener Naschmarkt ist im Winter ein besonderes Erlebnis, auch wenn er kein klassischer Weihnachtsmarkt ist. Er bietet die perfekte Ergänzung zu den prunkvollen Christkindlmärkten, da er das ganze Jahr über das kulinarische Zentrum der Stadt bleibt.